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Die Fußballabteilung des ASV begann nach der Vereinsgründung 1946 zunächst mit Freundschaftsspielen gegen Mannschaften aus dem nähren Umkreis, doch schon wenig später startete man in die erste Punkterunde 1946/47. Mit Erfolg – denn schon im ersten Jahr errang man auf Anhieb die Meisterschaft in der Gruppe Lauf – nicht in der Gruppe Bayreuth, denn dieser Spielkreis war bereits mit genügend Mannschaften besetzt.
Im Jahr 1950 schafften Fußballer, deren Namen noch heute ein Begriff sind wie Barthelmann, Zemler, Marka, Kießling oder auch Mellinghoff die Meisterschaft in der A-Klasse. Der Sportplatz am Wiesweiher war der Austragungsort für mitreißende Spiele. Man hatte eine überdurchschnittliche Mannschaft und errang vor begeisterten und zahlreichen Zuschauern 1962 den Aufstieg in die Bezirksliga. Dann aber ein dunkles Kapitel in der ASV Geschichte: die Trennung und damit verbunden die Neugründung des FC Pegnitz-Buchau. Von der damaligen „Ersten“ blieben nur „Fuzzy“ Gropengießer und Siegfried Schilling dem ASV treu. Altligaspieler wie Dr. Hans Keller, Georg Mellinghoff, Theo Pfaff und Gustl Schreml wurden reaktiviert um das jugendliche Team mit Spielern wir Hermann Konzelmann, „Mecki“ Melchner, Roland Grenz und Sepp Schwindel zu ergänzen. Leider konnte diese „Erste“ am Ende denkbar knapp den Abstieg aus der Bezirksliga nicht verhindern. Aber man krempelte die Ärmel hoch beim ASV. Ein neuer Sportplatz wurde errichtet und durch hohe Eigenleistung von Funktionären und Aktiven entstand parallel dazu das ASV Sportheim, welches 1965 eingeweiht wurde. Auch sportlich ging es wieder schnell bergauf. Zunächst Fritz Semmelmann und 1965 Hans Barthelmann übernahmen als profilierte und erfahrene Trainer die sportliche Leitung, die Jugendarbeit wurde wieder erfolgreich intensiviert. Bereits in seinem ersten Jahr als Vollmannschaftstrainer schaffte der „Barthel“ im Jahr 1966 die Meisterschaft in der A-Klasse, organisatorisch unterstützt vom engagierten Spielleiter Hans Förster.
Fünf Jahre spielte man recht erfolgreich in der Bezirksliga, klopfte 1968 mit dem überragenden Spielmacher Heinz Mellinghoff sogar einmal an das Tor der Landesliga, ehe man sich im Jahre 1971 wieder in die A-Klasse verabschieden mußte.
Nun folgten 9 magere Jahre ASV Geschichte ehe 1980 unter der sportlichen Leitung von Spielertrainer Werner Bauer sowie der Assistenz durch die „Mutter der Kompanie“, Spielleiter Albert Meider, der erneute Aufstieg in die Bezirksliga perfekt gemacht werden konnte. Zwei Jahre später errang man gar den Vizemeistertitel und stand wieder kurz vor der Landesliga. Recht unglücklich scheiterte man damals mit 0:1 – und dies durch ein Eigentor.
Im Jahr 1984 war leider wieder der Abstieg in die A-Klasse besiegelt. Dort spielte man bis zur Einführung der Bezirksoberliga, was in der Saison 1987/88 vom Verband beschlossen wurde. Diese Umstrukturierung hatte zur Folge, dass der ASV als Tabellndritter der A-Klasse auch noch in den Genuß des Aufstieges in die Bezirksliga kam. Diesmal dauerte das Intermezzo lediglich 2 Jahre, aber bereits in der Saison 1991/92 konnte das ASV Team um Spielertrainer Harald Bär wieder die A-Klassenmeisterschaft erringen und Aufstieg perfekt machen, was aber nicht von langer Dauer sein sollte. Viele Disharmonien führten zu einem völlig unnötigen Abstieg im darauffolgenden Jahr. Einzig erfreuliches an dieser Spielzeit war die mit viel Engagement durchgeführte Neugestaltung des A-Platzes mit Zuschauertribüne sowie einem, sich dem A-Spielfeld anschließendem Kleinfeld für die jüngsten „ASV-Kicker“.
Zwar war man sportlich weiterhin darum bemüht, sich baldmöglichst wieder nach oben zu orientieren, mußte aber bis zur Saison 1996/97 ausharren, ehe es unter Trainer Wolfgang Schadly wieder den Aufstieg zu feiern galt. Neben dem sportlichen Erfolg ging aber auch ein langgehegter Wunsch für die ASV´ler in Erfüllung: „Am anderen Ufer der Pegnitz“ wurde ein neues Rasenspielfeld der Bestimmung übergeben, welches die Platzprobleme aufgrund des enorm gestiegenen Jugendspiel und Trainingsbetriebes merklich linderte.
Unter den Trainern Dollhopf und Riedel konnte man sich wieder drei Jahre in der BZL halten, ehe es wieder zurück in die A-Klasse ging. Aber auch diesmal ließ man sich nicht unterkriegen und bastelte tatkräftig am erneuten Aufstieg. Unter dem neuen Spielertrainer Klaus Gebhardt nahm die Sache rasch Gestalt an: Vizemeisterschaft und damit verbunden die Relegation. Nach zwei packenden und letztlich siegreich gestalteten Partien gehörte man erneut der Bezirksliga an. Auch der mittlerweile ungeliebte B-Platz, besser bekannt als „Rote Erde“, wurde vom Tennenplatz zum Rasenplatz umgebaut, so dass man seither drei Rasenplätze zur Verfügung hat.
In den Spielzeiten 2001/2002 bis 2004/2005 gelang es der Ersten Mannschaft immer wieder, sich in der Bezirksliga gut zu etablieren und auch ansprechende Plazierungen zu erzielen. Doch etwas überraschend dann der Einbruch in der Saison 2005/2006 als man durch Verletzungssorgen schon gar nicht aus den Startlöchern kam und sich zu allem Unglück während der Saison auch noch mehrere Leistungsträger aus beruflichen Gründen dem ASV den Rücken kehren mußten. So versuchte man zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (Ablösung Trainer Gebhardt durch Harald Bär / Integration der älteren A-Junioren) das Ruder doch noch herumzureißen, konnte den Abstieg aber trotz aller Anstrengungen nicht mehr abwenden.
Aber auch in früheren Zeiten konnte dies die „ASV´ler“ nicht aus der Bahn werfen und so sehen die Verantwortlichen beim ASV doch recht hoffnungsfroh in die Zukunft.
So kann man im Moment auf eine Schar junger und außergewöhnlich talentierter Fußballer bauen, denen ohne jeglichen Zweifel die Zukunft gehören wird. Wenn es gelingt, diese junge Truppe um die Routiniers Michael Link, Gerd Bernt, Thorsten Rembs und Marco Hofmann zusammenzuhalten, wird man von den ASV Fußballern sehr bald die Rückkehr in die Bezirksliga erwarten können und mittelfristig , als Vision, eventuell sogar noch höhere Ziele anstreben können. Wenn es darüberhinaus auch noch gelingt, im Juniorenbereich weiterhin eine, zwar sehr zeit - und kostenintensive, letztlich aber vielseitige und erfolgreiche Jugendarbeit zu leisten, dann sind auch die Grundlagen für eine sportlich erfolgreiche Zukunft gegeben.
So wurde und so wird auch weiterhin eine umfassende Jugendarbeit einen festen Platz im Konzept der ASV Fußballer haben um talentierten und interessierten Kindern und Jugendlichen eine gute sportliche Ausbildung zukommen zu lassen. Nicht von ungefähr kommt es, dass die älteren Juniorenjahrgänge seit geraumer Zeit in den höchsten Ligen, der Bezirks und Bezirksoberliga spielen. Auch die Jahrgänge darunter tummeln sich in den verschiedenen Kreisligen. Eine große Schar von Betreuern und von Trainern konnte bisher für den Geist der Jugendarbeit gewonnen werden und auch hoffentlich in der Zukunft gewonnen werden, um, wie in diesem Jahr, insgesamt 11 Juniorenteams ins Rennen schicken zu können. An dieser Stelle ein Wort des Dankes an all diejenigen, die sich bisher in den Dienst der Jugendarbeit gestellt haben.
Hierzu gehören auch die Mannen der AH - deren Knochen im Laufe der Jahre zwar etwas morscher geworden sind – die aber nicht müde wurden, selbst einen Spielbetrieb aufrecht zu erhalten und sich auch in der Jugend und Verwaltungsarbeit engagieren – vor allem aber dann zur Hochform auflaufen, wenn es um die Geselligkeit geht. „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ – und man hat sich dies im Laufe der Jahrzehnte, in welchen man für den ASV da war, auch redlich verdient.
So schließt sich letztlich der Kreis der ASV Familie – vom 4 jährigen G-Juniorenspieler bis hinauf zum 70jährigen AH-Veteran. Alle vereint unter dem Vereinsemblem des ASV.
All denjenigen, die in den vergangenen 60 Jahren mitgeholfen haben, all denen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt tätig sind, sei es als Spielleiter, Betreuer, Trainer, Platzwart, Organisatoren, allen die in vielerlei Hinsicht mit anpacken, mit unterstützen – Alle Miteinander verdienen Dank, Respekt und Anerkennung. Allen ein herzliches „Vergelt´s Gott“!
Diese Schar von Individualisten wird auch in der heutigen, sehr schnelllebigen und nicht einfach zu bewältigenden Zeitepoche alles dafür tun, dass die Fußballer beim ASV auch im siebten Jahrzehnt ihres Bestehens für positive Schlagzeilen sorgen werden.
Gerd Düe
Abteilungsleiter Fußball