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Sportsplitter aus früheren Zeiten


Wußten Sie schon,

  • dass in Pegnitz seit dem Jahre 1866 Sport betrieben wurde?
  • dass der damalige Turn-Feuerwehrverein sich im Mai 1866 eine Satzung gab, die heute in vielen Passagen belächelt würde? Doch aus diesen Anfängen heraus entwickelte sich das Pegnitzer Sportgeschehen.
  • dass im Jahre 1891 der Männerturnverein (MTV) ins Leben gerufen wurde? Im Jahre 1898 erblickte der Turnsportverein (TSV) das Licht der Welt. Zunächst war in beiden Vereinen das Turnen die Paradedisziplin, es gesellten sich dann die Leichtathletik, der Radsport, das Wandern, das Theaterspielen und das Singen als weitere Freizeitgestaltung hinzu.

In den Jahren 1920/21 wurden auf dem Schloßberg, dem heutigen Gregorieplatz die ersten Fußballspiele wild ausgetragen. Viele Sportler fanden Gefallen an dieser Sportart. Deshalb wurde im Jahre 1922 der Fußballclub (FC) aus der Taufe gehoben. Als Lehrmeister fungierten damals ein Meister Riedl aus Worms kommend und ein Paul Zink aus Hof. Sie brachten den lernbegierigen Pegnitzern das Fußballspielen bei.

Schon früher hatten die Sportler Schwierigkeiten mit den Platzverhältnissen. Der Schloßberg erwies sich als zu klein. Der Zipserberg hatte seine Tücken, urplötzlich versank ein Bauer mit seinen Gäulen bis zum Bauch im Mutungsgelände. Natürlich sah man die mühsam errichteten Fußballtore auch nur noch zur Hälfte. Die Rosenhofer Hut war wegen ihrer Schräglage ungeeignet. Die Nemschenreuther Hut war viel zu sumpfig. Die Huders-Wiesen auf dem heute das KSB Lagerzelt steht, war auch nicht der Weisheit letzter Schluß.

Die Pummelwiesen des Posthalters (Schmiedpoint) erlebten die nächsten Sportereignisse. Augenzeugen berichteten, dass viele Spiele wegen Ballmangel vorzeitig abgebrochen werden mußten, weil Anlieger ihre Obsternte in Gefahr sahen. Ein Glück, dass es Bürgermeister Hans Gentner gab. Er war der Vermittler und Friedensstifter zwischen den Sportlern und den Anrainern. Für alle Beteiligten war das dann wohl die beste Lösung, als man den legendären Wiesweiher herrichtete und für den Sport freigab. Hier konnte man viele Jahre ohne größere Anstöße Sport in den verschiedensten Richtungen betreiben.

Wenn der Wiesweiher nur reden könnte, was sich auf ihm und um ihn so alles abgespielt hat. Fußballer, Handballer, Leichtathleten und Faustballer lieferten sich auf dem sogenannten Lohmannsacker Spiele und Wettkämpfe, die unvergessen bleiben.

Während der Fußball sich immer mehr in den Vordergrund schob, unternahm man in Sachen Handball ebenso die ersten Gehversuche, die aber seinerzeit zu keiner allzu großen Euphorie veranlaßten, obwohl die Raschkes und Eckerts alles aufboten, um Leben in diese Sportart zu bringen.

Mit dem Beginn des Dritten Reiches gab es auch in Pegnitz im Sportgeschehen viele einschneidende Maßnahmen. So wurden die Sportvereine alle in einem neu geschaffenen Verein für Leibesübungen (VfL) aufgenommen. Später gab es dann sogar nur noch die sogenannten Bannmannschaften der HJ.

Was man unseren alten Sportlern bis Kriegsende neidlos bescheinigen muß, sie waren alle vielseitiger als dies heute der Fall ist. Vor allen Dingen war die Leichtathletik ständiger Begleiter. Und hier waren die "Alten" ob bei Deutschen Turnfesten, ob bei Gauturnfesten oder sonstigen überörtlichen und örtlichen Veranstaltungen immer stark vertreten. Beachtliche Leistungen, hervorragende Platzierungen legten Zeugnis vom damaligen Breitensport ab. Das auch die Geselligkeit großgeschrieben wurde, darüber brauchen wohl keine großen Worte gemacht werden. Leider machte der unsinnige Krieg und das noch viel härtere Kriegsende viele Traditionen zunichte.


 

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