
16.10.11: ASV Pegnitz I - HSG Fichtelgebirge 27 : 36 (13 : 16)
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ASV Pegnitz bot lange Paroli
Der Favorit war eine Nummer zu groß. Mit 27:36 unterlagen die Handballer des ASV Pegnitz dem Favoriten HSG Fichtelgebirge.
Kann man eine Niederlage mit neun Toren Unterschied in einem Heimspiel als Fortschritt in der Entwicklung der Mannschaft ansehen, auf dem man aufbauen kann? Man kann, vorausgesetzt die Verhältnisse stellen sich so dar, wie beim Spiel des ASV Pegnitz gegen die HSG Fichtelgebirge. Die Gastgeber hatten sich vorgenommen, voll auf Tempo zu spielen, während es die Aufgabe der Abwehr war, die körperlich überlegenen HSGler durch eine offensiv ausgerichtete 3:2:1-Abwehr vom eigenen Wurfkreis fern zu halten.
Ersteres gelang in den Anfangsminuten recht gut. Die Pegnitzer erzielten dank schneller Gegenstöße und eines druckvollen Positionsspieles in nahezu jedem Angriff ein Tor, kassierten aber auch postwendend Gegentreffer, da die wuchtigen Angriffsaktionen der Gäste immer wieder Löcher in die aufopferungsvoll kämpfende Abwehr rissen. Allmählich bekamen die Gäste leichtes Übergewicht und zogen von 4:4 auf 9:4 davon. Gestützt auf einen phantastisch haltenden Keeper Julian Sebald, der im Verlauf der Partie mehrere Siebenmeter und einige „Unhaltbare“ vom Kreis parierte, kämpften sich die Gastgeber bis auf drei Tore (13:16) wieder heran.
Angetrieben vom unermüdlich rackernden „Ali“ Deinzer kamen die Pegnitzer nach der Pause auf 20:21 heran. Jetzt wurde es laut in der Coachingzone der Fichtelgebirgler. Trainer Depolt hielt sich mit harscher Kritik an seinen Spielern nicht zurück – der „Anpfiff“ wirkte. Während die Einheimischen nun dem hohen Tempo Tribut zollten und Fehler fabrizierten, zogen die Gäste davon.
Die Pegnitzer mussten sich dem Spielverlauf nach unter Wert geschlagen geben. „Der Mannschaft ist allerdings zu bescheinigen, dass sie einem der Topfavoriten auf den Aufstieg durch maximalen Einsatzwillen über zwei Drittel der Spielzeit Paroli geboten hat“, so Trainer Karl Ross.
ASV Pegnitz: Escher/Sebald; Neubauer 2, Heberl 4, Brendel, Kolb 1, Hagen 6/5, Deinzer 7, Neupert 1, Fuchs 4, Bruckmayer, Seeser
Quelle: Nordbayerische Nachrichten